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Ausgewogene Ernährung: Auch bei Multipler Sklerose wichtig

Multiple Sklerose – unzählige Gedanken stürzen auf jeden ein, der mit dieser Diagnose konfrontiert wird. Gleichzeitig stellen sich viele Fragen. Eine davon ist im Alltag besonders wichtig: Ernähre ich mich gesund genug? Lässt sich mit gesunder Ernährung das persönliche Wohlbefinden bei MS-Patienten verbessern?

Essen und Trinken sind lebenswichtig. Jeder Mensch braucht eine ausreichende Menge Energie, Vitamine und Mineralstoffe. Durch einseitige Ernährung – wie bei manchen Diäten – oder ungesunden Essgewohnheiten kann es zu Mangelzuständen und sogar zu chronischen Erkrankungen kommen. Wer gesund leben will, muss aus dieser Erkenntnis Konsequenzen ziehen.
Auf den ersten Blick scheint das ganz einfach. Schließlich leben wir gerade heute in einem Schlaraffenland: Zu keiner Zeit hatten die Menschen eine so große Auswahl an Lebensmitteln, mit denen sie sich problemlos gesund und ausgewogen ernähren können. Und nahezu jeder weiß, dass unausgewogene, salz- und zucker- und fettreiche Ernährung die Gesundheit gefährdet. Die Lebensmittelindustrie trägt durch die Verarbeitung dieser und anderer ungesunder Zutaten zur Gefährdung bei. Was viele nicht wissen: Ernährungsgewohnheiten beeinflussen auch das Mikrobiom im Darm. Und hier besteht ein Zusammenhang mit der Entstehung von Autoimmunerkrankungen.
Eine ausgewogene Ernährung dient der Gesundheit auf jeden Fall. Salz sollte eher sparsam genutzt werden. Gerade in Ländern mit hohem Bruttosozialprodukt liegt der Kochsalzverbrauch mit bis zu 3.9 Gramm pro Tag sehr hoch. Aktuelle Studien haben erwiesen, dass hohe Salzaufnahme zur Entstehung von Autoimmunität beitragen kann.
Auch Fette können gefährlich sein. Sättigungsstatus und Kohlenstoffkettenlänge sind dafür verantwortlich, ob Fettsäuren Entzündungen fördern oder unterdrücken. Negativen Einfluss haben gesättigte Fettsäuren, die in tierischen Lebensmitteln wie Butter, Milchprodukten, Wurst- und Fleischwaren ebenso zu finden sind wie in vielen Fertiggerichten, Fastfood und Süßwaren. Sie verlangsamen nicht nur den Stoffwechsel und erhöhen den Cholesterinspiegel mit Risiken für Autoimmunerkrankungen. Übermäßiger Fettkonsum kann zudem zu Gewichtsproblemen mit Kreislauferkrankungen und sekundären Gelenkschäden führen. „Gute“ ungesättigte Fettsäuren dagegen sind zu finden in Oliven- und Rapsöl oder in pflanzlichen Nahrungsmitteln wie Avocados, Oliven und Nüssen. Wer sich auch mit Autoimmunkrankheit gesund ernähren will, sollte das wissen.


Aktive Mikroorganismen
Der Darm ist der wichtigste Teil des Verdauungstraktes. Bei erwachsenen Menschen ist er a. 5,5 – 7,5 Meter lang. Eine besondere Rolle für die in der Nahrung aufgenommenen Substanzen spielt die Darmflora mit einer Vielfalt von Mikroorganismen. Dabei wird unterschieden zwischen den nützlichen „Symbionten“ und den „Pathobionten“, die zu Entzündungsprozessen beitragen können. Daneben gibt es noch die neutralen „Kommensalen“. Ein unausgewogenes Verhältnis zwischen Symbioten und Pathobionten (zum Beispiel bei der Einnahme von Antibiotika) lässt ein Entzündungen begünstigendes Milieu entstehen – mit Einflüssen auf das Immunsystem.


 

Gefährliches Essen
Laut aktuellen Untersuchungen wird in den westlichen Industrienationen zu fett, zu salzig und zu kalorienreich gegessen. In der Fachzeitschrift „The Lancet“ wurde vermeldet, dass laut Studien falsche Ernährung bei jedem 5. Todesfall eine Rolle spielt. Demnach besteht erhöhtes Sterberisiko bei Menschen, die keine Vollkornprodukte, Nüsse, Obst, Gemüse oder Fisch essen und viel bearbeitetes Fleisch bevorzugen. Der Studie „Global Burden of Disease“ zufolge starben 2016 rund 10 Millionen Menschen an Krankheiten, zu denen Ihr Essverhalten beigetragen hat.


Tipps für die Gesundheit

  • Fleisch – bitte nur zwei Mahlzeiten pro Woche und möglichst fettarm
  • Fisch
  • Kaltgepresste Öle, Raps-, Walnuss-, Soja- oder Leinöl
  • 5 Portionen Obst und/oder Gemüse über den Tag verteilen
  • Vollkornprodukte
  • Mindestens 2 Liter Flüssigkeit trinken
  • Angemessene Kalorienzufuhr

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