Ein in die Lungenarterie implantierter Sensor liefert wichtige Informationen über den Gesundheitszustand des Patienten, noch bevor er selbst ein Symptom bemerkt. Der Chip, der ohne Batterien auskommt, wird bei einem minimalinvasiven Eingriff direkt neben dem Herzen eingepflanzt und überwacht den Blutdruck der Lungenarterie. Die Daten werden täglich ausgelesen, gefährliche Herzinsuffizienz kann schneller erkannt werden. Die neue Technik, die am Royal Brompton Hospital in London getestet wird, soll nicht nur dem Patienten nutzen, sondern auch Geld sparen: Einer US-Studie zufolge können Ärzte einen Drittel der Notfälle verhindern, wenn sie die Daten der Patienten im Auge behalten. „Wir hoffen, dass der kleine Chip uns hilft, wissenschaftlicher an die Sache heranzugehen und bei jedem Patienten so zu handeln, dass er nicht ins Krankenhaus kommt”, so der Kardiologe Professor Martin Cowie.
Ein kleiner Mikrochip kann Leben retten
