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MS und Vitamin D

Auch wenn es draußen Malt kalt und eher ungemütlich ist: Regelmäßiger Aufenthalt im Freien ist wichtig für die Gesundheit. Stubenhockern fehlen die positiven Wirkungen der UV-Strahlen, die auch durch einen bewölktem Himmel dringen. Sie helfen dem Körper dabei, ein lebenswichtiges Vitamin zu bilden: Vitamin D wird durch Nahrung, Nahrungsergänzungsmittel und – als wichtigste Quelle – Sonneneinstrahlung in der Haut synthetisiert, um dann in Leber und Niere in das Vitamin-D-Hormon (Calcitriol) umgewandelt zu werden. Ein zweiter Umwandlungsweg geschieht in den Zellen. Vitamin D ist an zahlreichen Stoffwechselprozessen beteiligt und hilft nach Meinung vieler Ärzte nicht nur vorbeugend gegen Erkältungen, Grippe und Knochenerkrankungen, sondern auch gegen Herzinfarkt. Der Epidemiologe Cedric Garland von der University of California in San Diego stellte fest, Vitamin-D-Mangel grundlegend an der Entstehung von Tumorerkrankungen beteiligt ist.
Eindeutige Beweise für eine Verminderung der Schübe oder einer Progression bei MS-Erkrankungen gibt es bislang nicht. An Hand der guten Verträglichkeit von Vitamin D ist eine Therapie möglich. Zur Vorbeugung von Osteoporose wird allerdings die Medikation empfohlen. Ob zur Behandlung von Schüben ein hoher Vitamin D-Spiegel herbeigeführt werden soll, ist eine individuelle Entscheidung zwischen Patient und Arzt.


Sonnenschutz nicht übertreiben
Vorsicht bei übertriebener Verwendung von Sonnenschutzmitteln. Sie dienen zwar der Vorbeugung von Hautkrebs, eine übertriebene Verwendung kann aber zum Vitamin D-Mangel beitragen. Idealerweise sollte man sich daher die ersten 10-30 Minuten ohne Schutzmittel der Sonne aussetzen.


 

Vitamin D ist wirksam

  • beim Knochenaufbau, auch für Zähne und Gelenke

  • zur Stärkung des Immunsystems und Entzündungshemmung

  • bei der Synthese von körpereigenen Antibiotika

  • beim Aufbau und Erhalt der Muskelfunktion

  • für das hormonelle Gleichgewicht

  • zur Reduktion von oxidativem Stress

  • zur Besserung des Schlafes

  • zur Stressbewältigung

  • zur geistigen Leistungsfunktion und

    Aufmerksamkeit

  • zur Lebensfreude

Reich an Vitamin D:

  • Lebertran

  • Räucheraal, Hering

  • Lachs

  • Makrele

  • Kalbfleisch

  • Rindsleber

  • Hühnerei (gesamt)

  • Butter

  • Vitamin D angereicherte Margarine

  • Goudakäse

  • Speisequark (40%Fett)

  • Vollmilch und Joghurt

Mangelerscheinungen treten auf bei Menschen, die:

  • oberhalb des 42. Breitengrades wohnen

  • in Städten leben

  • stets Sonnencreme verwenden (ab LSF 8)

  • auf Innenräume angewiesen sind (arbeitsbedingt, chronisch Kranke, körperlich Behinderte, Inhaftierte)

  • sich vegan und vegetarisch ernähren

  • übergewichtig oder alkoholkrank sind

  • dunkelhäutig sind (brauchen mehr Sonnenzeiten)

  • bestimmte Medikamente einnehmen

Allgemeiner Mangel

Im Auftrag des Bundesgesundheitsministeriums erstellte das Robert-Koch-Institut in Berlin eine repräsentative Studie über die Vitamin-D-Versorgung in Deutschland . Die Ergebnisse waren besorgniserregend: Bei mehr als der Hälfte der über 4.000 untersuchten Personen aller Altersstufen wurde ein teilweise erhebliches Defizit an Vitamin D festgestellt: Der Vitamin D Spiegel im Blut von 57 Prozent der untersuchten Männer und 58 Prozent der Frauen lag unterhalb des kritischen Grenzwertes. Vor allem ältere Menschen sind betroffen: Bei den über 65-jährigen Frauen waren 75 Prozent unterversorgt. In den Wintermonaten waren die festgestellten Defizite noch höher.

Symptome bei Vitamin D Mangel

  • Müdigkeit / Abgeschlagenheit

  • Pessimismus / depressive Verstimmung

  • Lustlosigkeit

  • Nervosität / leichte Erregbarkeit

  • Schlafstörung

  • Heißhunger auf Süßes

  • Muskelschwäche

  • Kurzsichtigkeit

Empfohlene Einnahme als Nahrungsergänzung:

  • bei einem nachgewiesenen Vitamin D Mangel – normaler25(OH) Vitamin D Spiegels im Blut

  • zur Vorbeugung von Osteoporose (Knochenschwund)

  • für Kinder zur Vorbeugung von Rachitis

 

 

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